Das Sakrament der Firmung

In der Firmung werden wir in der Kraft des Heiligen Geistes zu einem Leben aus dem Glauben gestärkt. 

 

Dieser Geist wurde uns schon bei der Taufe geschenkt,

doch die Firmung vollendet und besiegelt die Taufe. In der Firmung soll sich der Menschen bewusst und in voller Freiheit für ein Leben als Christ entscheiden. Er sagt: Ja/sie, ich glaube an dich, mein Gott, gib mir deinen Heiligen Geist, dass ich dir ganz gehöre, niemals von dir getrennt werde und mich mein ganzes Leben hindurch mit Leib und Seele, in Taten und Worten, in guten und bösen Tagen bezeuge. Der Heilige Geist, der uns durch die Handauflegung des Spenders (Bischof oder ein von ihm delegierter Priester) und die Salbung mit dem geweihten Öl (Chrisam) gespendet wird, gibt dem Menschen die Kraft dazu. Er ist nun ein vollgültiges, verantwortliches Mitglied der Katholischen Kirche. Die Firmung ist daher nicht «das Sakrament des Abschiedes», sondern ein bewusster Start: Er/sie kann nun auch Verantwortung übernehmen und sich in irgendeiner Weise in der Pfarrei engagieren. Im deutschsprachigen Teil des Bistums Sitten wird das Sakrament der Firmung üblicherweise in der 5./6. Primarschule gespendet. Beim Empfang dieses Sakramentes wird der Firmling durch einen Firmpaten begleitet. «Der/die Patin muss das 16. Altersjahr vollendet haben, muss katholisch und gefirmt sein und die 1. Kommunion empfangen haben. Er/sie darf nicht Vater oder Mutter des Firmlings sein. Nicht sinnvoll ist es, wenn jemand keiner Kirche angehört (z.B. ausgetreten ist) oder einer anderen Religion angehört (nicht Christ/in ist).»

 

“Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.”
2. Korinther 3,17