Das Sakrament der Versöhnung

Gott schenkt uns in der Taufe seine Liebe und er bittet uns nur um eines: 

 

"Schenke du mir deine Liebe!"

Leider aber kann jede Person aus menschlicher Schwäche diesem Anspruch nicht immer gerecht werden. Der Mensch lebt nicht so, wie Gott es von ihm erwartet, vielmehr will er eigene Wege gehen und meint, ohne Gott glücklicher zu werden. Theologisch gesprochen: Der Mensch sündigt. Doch Gott lässt den Menschen nicht fallen, er ist treu und bietet den Menschen ein weiteres Zeichen seiner Liebe an: die Beichte. Damit haben die Menschen die Möglichkeit, sich mit Gott zu versöhnen, die Liebe zu erneuern und wieder neu anzufangen – wirklich neu: völlig unbelastet und ohne die Hypotheken von gestern, angenommen in Liebe und versehen mit neuer Kraft. Gott wartet in seiner Barmherzigkeit auf uns, und er freut sich, wenn er uns in seiner Barmherzigkeit die Sünden vergeben kann. Die Busse ist ein ständiger Vorgang im Leben des Christen. Da er noch nicht am Ziel ist, sondern sich immer noch auf dem Weg befindet, ist er immer von neuem aufgerufen, umzukehren.

Zur Vorbereitung auf das Sakrament gehört die Bereitschaft, unvoreingenommen und ehrlich auf sein persönliches Leben zu schauen und sich mit dem, was gelungen und was missglückt ist, auseinanderzusetzen und es zu bereuen. Dann wird man sich mit anderen Menschen, mit sich selbst und mit Gott versöhnen, den Zuspruch der Versöhnung geschenkt bekommen und in Zukunft Dinge anders tun. Die Beichte/das Beichtgespräch wird bei einem Priester gehalten, der von Jesus bevollmächtigt wird, an seiner Stelle Sünden zu vergeben. Lässliche Sünden werden auch in einer Bussfeier vergeben. Im Bistum Sitten gibt es bei solchen Feiern jedoch keine Generalabsolution.